A: Gott ist tot.
B: Ach du liebe Zeit, ich wusste gar nicht, dass er krank war.
(Beide schweigen.)
B: Oder war es ein Unfall?
A: Nein.
B: Doch nicht etwa Selbstmord? Oder gar Mord?
A. Doch. Es war Mord. Wir haben ihn getötet.
B: Du lieber Himmel! Das ist ja schrecklich. Aber wer um Gottes willen ist „wir“?
A: Na, wir alle.
B. Welche „wir alle“?
A: Wir alle eben. Alle Menschen.
B: Was soll das heißen, „alle Menschen“? Ich etwa auch?
A: Ja.
B: Also, da hört sich doch alles auf. Ich soll Gott getötet haben? Das wüsste ich aber. Ich meine, ich kannte ihn noch kaum. Und ich soll ihn umgtebracht haben? Wann, wo, wie? Ich weiß ja noch nicht einmal, wo er wohnt. Wie hätte ich da … Ich meine, wie käme ich denn dazu … Also wirklich! Das weise ich entschieden zurück. Das lasse ich mir nicht in die Schuhe schieben. Ich …
A: Aber das ist doch metaphorisch gemeint.
B: Was?
A. Der Tod Gottes. Dass wir ihn getötet haben.
B: Er ist also gar nicht tot? Er lebt? Na, Gott sei Dank.
A: Er hat nie existiert.
B: Was reden Sie denn da? Erst sagen Sie, er sei tot. Dann, wir hätten ihn getötet. Dann, das sei bloß eine Metapher, er lebe also noch. Und jetzt behaupten Sie, er habe nie existiert?
A: So ist es.
B: Sie wollen mich doch auf den Arm nehmen.
A: Keineswegs.
B: Dann müssen Sie verrückt sein. Gott … Gott kann doch gar nicht nicht existieren. Seine Existenz ist notwendig. Wenn er Gott ist, muss es ihn geben. Wenn er aber nicht Gott ist, dann braucht er auch nicht zu existieren, dann, äh, aber darum geht es hier gar nicht.
A: Wer nicht existiert, kann auch nicht notwendig existieren.
B: Aber wer notwendig existiert, wenn er existiert, kann auch nicht nicht existieren.
A: Mir doch egal. Gott ist für mich tot und damit basta.
B: Das glauben auch nur Sie. Gott lebt und d a m i t basta.
(Beide ab.)
B: Ach du liebe Zeit, ich wusste gar nicht, dass er krank war.
(Beide schweigen.)
B: Oder war es ein Unfall?
A: Nein.
B: Doch nicht etwa Selbstmord? Oder gar Mord?
A. Doch. Es war Mord. Wir haben ihn getötet.
B: Du lieber Himmel! Das ist ja schrecklich. Aber wer um Gottes willen ist „wir“?
A: Na, wir alle.
B. Welche „wir alle“?
A: Wir alle eben. Alle Menschen.
B: Was soll das heißen, „alle Menschen“? Ich etwa auch?
A: Ja.
B: Also, da hört sich doch alles auf. Ich soll Gott getötet haben? Das wüsste ich aber. Ich meine, ich kannte ihn noch kaum. Und ich soll ihn umgtebracht haben? Wann, wo, wie? Ich weiß ja noch nicht einmal, wo er wohnt. Wie hätte ich da … Ich meine, wie käme ich denn dazu … Also wirklich! Das weise ich entschieden zurück. Das lasse ich mir nicht in die Schuhe schieben. Ich …
A: Aber das ist doch metaphorisch gemeint.
B: Was?
A. Der Tod Gottes. Dass wir ihn getötet haben.
B: Er ist also gar nicht tot? Er lebt? Na, Gott sei Dank.
A: Er hat nie existiert.
B: Was reden Sie denn da? Erst sagen Sie, er sei tot. Dann, wir hätten ihn getötet. Dann, das sei bloß eine Metapher, er lebe also noch. Und jetzt behaupten Sie, er habe nie existiert?
A: So ist es.
B: Sie wollen mich doch auf den Arm nehmen.
A: Keineswegs.
B: Dann müssen Sie verrückt sein. Gott … Gott kann doch gar nicht nicht existieren. Seine Existenz ist notwendig. Wenn er Gott ist, muss es ihn geben. Wenn er aber nicht Gott ist, dann braucht er auch nicht zu existieren, dann, äh, aber darum geht es hier gar nicht.
A: Wer nicht existiert, kann auch nicht notwendig existieren.
B: Aber wer notwendig existiert, wenn er existiert, kann auch nicht nicht existieren.
A: Mir doch egal. Gott ist für mich tot und damit basta.
B: Das glauben auch nur Sie. Gott lebt und d a m i t basta.
(Beide ab.)
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